Persönliches Osteoporoserisiko

Jeder Mensch verliert im Alter auf natürliche Weise an Knochensubstanz, aber nicht jeder bekommt Osteoporose. Es gibt eine Reihe von persönlichen Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine Osteoporose zu entwickeln.

Die folgenden Risikofaktoren können Sie nicht ändern, aber Sie sollten sie kennen, um frühzeitig mit Ihrem Arzt über mögliche Therapiemaßnahmen sprechen zu können:

  • Risikofaktor Geschlecht
    Der vielleicht wichtigste Risikofaktor ist das Geschlecht. Frauen sind einem vierfach höheren Risiko, Osteoporose zu bekommen, ausgesetzt als Männer. Der Grund: Frauen haben generell leichtere und dünnere Knochen. Außerdem tritt bei Frauen zum Zeitpunkt der Wechseljahre ein Abfall der Östrogenproduktion ein, der das Risiko einer Erkrankung erhöht.
  • Risikofaktor ethnische Zugehörigkeit
    Auch die ethnische Zugehörigkeit spielt eine Rolle. Europäer haben ein höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken, wie entsprechende Statistiken zeigen: Europäische Frauen erleiden zwei- bis dreimal mehr Brüche als afro-amerikanische oder hispanische Frauen.
  • Risikofaktor Vererbung
    Wenn Ihre Mutter, Großmutter oder andere — vor allem weibliche — Blutsverwandte unter Osteoporose leiden oder litten, ist Ihr persönliches Erkrankungsrisiko stark erhöht. Weiterhin sind als grazile, zierliche Frauen stärker gefährdet, an Osteoporose zu erkranken: Frauen besitzen ohnehin ein Drittel weniger Knochenmasse und dünnere Knochen als Männer; von Natur aus grazile Frauen aber haben einen noch leichteren Knochenbau und entsprechend weniger Knochenmasse. Werden ihre Knochen von Osteoporose befallen, ist das Frakturrisiko aufgrund der von vorneherein geringeren Knochendicke erheblich größer als bei Frauen mit einem kräftigeren Knochenbau.
  • Risikofaktor Alter
    Je älter Sie werden, desto mehr an Knochenmasse verlieren Sie. Aber Osteoporose ist nicht einfach eine Alterserkrankung. Die Grundlagen für eine spätere Osteoporose können bereits in jungen Jahren gelegt werden. Der tatsächliche Knochenverlust bei schlechter Versorgung des Organismus mit Kalzium und Vitaminen in Kombination mit starkem Tabak- und Alkoholkonsum kann jedoch in jedem Alter stattfinden.

 

Dies ist eine Information von MSD. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.